Blog-Geburtstag

Hoch soll sie leben: Die Schürzenträgerin wird zwei!

Zum Blog-Geburtstag serviere ich einen Rückblick auf die letzten 12 Monate

Wie? Schon wieder? Kann das sein? Ein Blick in den Kalender. Ja! Ja!! Ja!!! Es ist tatsächlich schon wieder ein Jahr vergangen. Lass die Sektkorken knallen. Denn die Schürzenträgerin feiert heute ihren zweiten Geburtstag – und zwar mit dir! Erinnerst du dich noch an den Tag, als dieser Food-Blog online gegangen ist?

21. September 2016

Wenn du mir schon von der ersten Stunde an folgst, wirst du dir damals sicher so einiges gedacht haben. „Bloggt die jetzt auch noch?“ „Was soll ich mit einer Seite mit gerade mal einer handvoll Rezepten anfangen?“ „Gibt es nicht schon genug Blogs?“ Vielleicht hast du aber auch gedacht: „Cool, dass es einen neuen Food-Blog gibt.“ „Mal gespannt, wie sich die Seite entwickelt.“ „Ich finde den Blog jetzt schon toll.“ Was auch immer du gedacht hast, du bist immer noch hier. Oder erst später dazu gekommen. Aber heute, zum zweiten Geburtstag, bist du auf jeden Fall hier. Und dafür bin ich dir unglaublich dankbar. Denn ohne dich würde es die Seite nicht geben. Du interessierst dich für meine Rezepte. Du lässt dich gerne inspirieren. Und ein bisschen magst du vermutlich auch mich (sonst könntest du dir das Lesen meiner Geschichten sparen 😉 ). Deshalb ist dieser Blog-Geburtstag auch ein bisschen deiner.

Bevor wir jetzt zusammen in das dritte Lebensjahr von www.schuerzentraegerin.de starten, schauen wir einfach mal auf die vergangenen 12 Monate zurück. In dem Zeitraum hat sich nämlich so einiges getan. Unzählige Tassen Tee. Jede Menge Nervennahrung. Panik. Stress. Oh ja, ein turbulentes Jahr liegt hinter mir. Aber auch eins, das mir viel Freude bereitet hat. Lies einfach selbst.

Oktober 2017

vegan
Selbstversuch! Inzwischen bin ich nicht mehr Veganer auf Zeit.

Was eine Schnapsidee! Reine Haut durch den Verzicht von Milchprodukten?! Im Oktober 2017 starte ich den Selbstversuch: einen Monat lang vegan. Was daraus geworden ist, siehst du selbst. Die Pickel sind noch da, dafür bin ich seither Veganer 😉 Mit meiner Ernährungsumstellung von vegetarisch auf vegan hat sich auch dieser Blog geändert: Ich tische inzwischen nur noch vegane Rezepte auf. Auch meine Geschichten in den News sind deutlich auf Veganismus ausgerichtet. Dich scheint die neue Ausrichtung nicht zu stören. Du zeigst dich da offen. Danke dafür!

November 2017

OMG – ich stehe in Köln auf der Veganfach. Es ist unglaublich! Ein ganzes Universum nur für Veganer. Okay, ich übertreibe! Eine ganze Messehalle nur für Veganer. Es ist ein Paradies. Und eins wird deutlich: Veganismus bedeutet nicht Verzicht. Es ist einfach so viel mehr. Ein bisschen überrascht bin ich von der sogenannten Vegan-Szene. Mit der komme ich auf der Messe erstmals in Berührung. Und obwohl das Publikum sehr heterogen ist, fühle ich mich ein bisschen wie in einer Kommune. Alle haben eine Vision. Alle sind so lieb zueinander. Alle wollen die Welt retten. Das fühlt sich tatsächlich ein bisschen komisch an.

Dezember 2017

Kürbisravioli
Kürbisravioli in Salbeibutter – ein Teil des Weihnachtsmenüs.

Weihnachten steht vor der Tür. Meine Küche verwandelt sich in eine Backstube. Plätzchenduft liegt in der Luft. Die Einladung zum Weihnachtsessen bleibt aus: In meiner Familie weiß keiner, was er mir auftischen soll. Deshalb wird Heiligabend mit der Familie meines Freundes verbracht. Weil ich keine Extrawurst sein will, übernehme ich die Zubereitung des Weihnachtsmenüs einfach selbst. Maronensüppchen als Vorspeise, Kürbisravioli in veganer Salbeibutter als Hauptgericht und gefüllter Bratapfel mit Vanillesoße als Nachtisch. Es sitzt nur ein Veganer am Tisch. Die Töpfe und Schüsseln sind am Ende jedoch leer. Nein, ich habe nicht alles allein gegessen 🙂

Januar 2018

Voller Motivation starte ich ins neue Jahr. Für diese Seite und für mich habe ich mir so einiges zum Jahreswechsel vorgenommen. Ob es mir gelingt, die Vorsätze auch umzusetzen? Wenn ich jetzt, ein paar Monate später, eine erste Bilanz ziehe, würde ich sagen: Ja, zumindest war und bin ich in vielen Dingen bemüht. Der Januar ist ansonsten ruhig, also zumindest in Sachen Blog. Darüber hinaus türmen sich bei mir zu Hause die Kisten – Umzugskisten.

Februar 2018

Fliesenaufkleber
Braune Fliesen, altgebackene Motive: Die Küche sagt mir am Anfang überhaupt nicht zu.

Ich weine. Also innerlich. Ja, ich will diesen Umzug. Aber nein, ich will meine heißgeliebte, schnuckelige, kleine rote Küche nicht zurücklassen. Im Februar geht es in eine neue Wohnung. Eigentlich in eine alte Wohnung. Vom Neubau in einen Altbau. Die dort vorhandene Küche muss ich übernehmen. Anfangs weiß ich echt nicht, wie wir miteinander klar kommen sollen. Die Küche und ich. Sie ist so gar nicht mein Fall. Aber sie nimmt es mir zum Glück auch nicht übel, als ich sie einer kräftigen Schönheitskur unterziehe. Sie wird nicht nur kräftig geschrubbt. Mit einem neuen Fliesen-Look und neuen Elektrogeräten bekommt sie auch einen neuen Look. Seither kommen wir gut miteinander klar. Und weinen tu ich höchstens noch beim Zwiebeln schneiden.

März 2018

Letzte Umzugsarbeiten im März. Ankommen im neuen Zuhause. Ich fühle mich wohl, die Katzen auch. So groß meine Abneigung gegen die Küche anfangs war: Die Größe bietet mir ganz neue Möglichkeiten. Hey, ich kann meine Tageslichtlampe sogar in der Küche aufstellen. In der alten Wohnung hat sie da gar nicht reingepasst. Die ersten Rezepte in neuer Kulisse entstehen. Der neue Herd macht Spaß, auch wenn ich am Anfang immer in der Gebrauchsanweisung nachlesen muss, wie sich der Backofen so und so einstellen lässt. Er kann einfach zu viel.

April 2018

Vitamin-D-Mangel
Mein persönlicher Therapieplan, um einen Wert von 40 ng/ml zu erzielen.

Der Grund für meine Müdigkeit und Niedergeschlagenheit hat einen Namen: Vitamin-D-Mangel. Auf eigenen Verdacht hin lasse ich mein Blut testen und bekomme einen akuten Mangel diagnostiziert. Erleichterung, dass es kein B12-Mangel ist. Ich beschäftige mich viel mit dem Thema, lese Bücher, will das alles verstehen. Meine Therapieplan treibt den Vitamin-D-Spiegel schnell wieder nach oben. Von Tag zu Tag merke ich, wie die einzelnen Symptome verblassen. Ich fühle mich wie ein neuer Mensch und bin gleichzeitig erschüttert, was der Mangel eines so kleinen Mikronährstoffes anrichten kann. Toller Nebeneffekt: Auf meine Erfahrung hin lassen sich viele andere testen, Bekannte und Leser. Alle haben einen Mangel. Doch mit der Vitamin-D-Kur geht es vielen schnell besser. Die Sensibilität für das Thema nimmt zu.

Mai 2018

Ich bin kurz davor, diesen Blog und all die Zeit und das Geld, das in ihm steckt, in die Tonne zu kippen. Das Grauen hat einen Namen: DSGVO. Und die macht mir das Leben zur Hölle. Nein, falsch formuliert. Dank der habe ich kein Leben mehr. Verstehe mich nicht falsch. Datenschutz ist eine gute Sache. Ich will auch, dass verantwortungsvoll mit meinen Daten umgegangen wird. Aber das Monster DSGVO, das die EU hier gerade freigelassen hat, ist a) nicht zu Ende gedacht, b) in der Praxis bis dato nicht durchgespielt worden und c) für alle, die eine Webseite betreiben, mit der sie kein Geld verdienen, ein einziges Draufleg-Geschäft. Es vergeht wochenlang kein Feierabend, an dem ich nicht irgendetwas in Sachen Datenschutz mache. Ich lese die Seiten von Anwälten. Setze mich mit Paragraphendeutsch auseinander. Bewege mich in Blogger-Foren zum Thema. Lerne technische Seiten meines Blogs kennen, die mir bis dato völlig fremd waren. Bastel aktiv an der Seite und hoffe, nichts zu löschen. Die Datenschutzerklärung wird angepasst… und noch mal angepasst… und wieder angepasst. Ich verfluche die alten Herren, die dieses Gesetz in der Form verabschiedet haben, täglich. Und damit bin ich nicht allein. Aber es hilft alles nix. Zum Stichtag ist meine Seite datenschutzkonform (denke ich zumindest, vielleicht wird mich ein böser Abmahnanwalt eines Besseren belehren). Im Gegenzug habe ich ein erhebliches Schlafdefizit, schlechte Laune, zwei Kilo weniger auf den Rippen und versuche mir nicht auszumalen, welche tollen Beiträge und Rezepte ich in den Stunden für dich hätte entwerfen können, in denen ich mich mit der DSGVO herumgequält habe.

Juni 2018

Deutschland-Eis
Schwarz-Rot-Gold: Mit einer Erfrischung starte ich cool in die WM.

Ein harter Monat ist vorbei. Das will offenbar belohnt werden. Der Traffic auf diesem Blog schießt dermaßen in die Höhe, dass mein Traffic-Volumen schon vor der Monatsmitte erschöpft ist. Das raffe ich natürlich nicht gleich. Bin ja kein Profi. Im ersten Moment denke ich einfach: Die Seite ist kaputt. Das erschöpfte Volumen stellt mein Hoster nach einer panisch an ihn adressierten Mail fest. Er erhöht das Volumen und ich bin sprachlos: Es ist verrückt, was ihr da draußen so alles anstellt. Rekord-Besucherzahlen im Juni – geschuldet der WM und einem netten Kooperationspartner.

Juli 2018

Wow, du bist klasse! Dein Feedback auf meine Blog-Umfrage macht mich sehr glücklich. Es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin, bestärkt mich in dem, was ich mache. Und es gibt mir ein konkreteres Bild von dir. Was interessiert dich? Wie ernährst du dich? Was fehlt dir auf meiner Seite? Ich erfahre durch die Umfrage so viel über meine Leser und auch über mich selbst. So viele tolle Anregungen und Tipps habt ihr dagelassen, die mich unglaublich inspirieren. Danke! Ich hoffe, dass ich in den kommenden Monaten den ein oder anderen Wunsch wahr werden lassen kann.

August 2018

Regenbogenfisch-Muffins
Mit den Regenbogenfisch-Muffins im Heidelbeer-Meer lande ich beim Rezepte-Wettbewerb auf dem Siegertreppchen.

Es hat geklappt: Ich stehe auf der Bühne und habe es geschafft. Mein Beitrag zum Rezepte-Wettbewerb des Backfischfestes hatte Gewinnpotential. Darauf bin ich schon ein wenig stolz. Denn ganz ohne Fisch habe ich bei diesem Wettbewerb, der natürlich unter dem Motto „Fisch“ stand, mit meiner Version von Backfisch gewonnen: vegane Regenbogenfisch-Muffins im Heidelbeer-Meer. Es freut mich so sehr, dass die Jury dem veganen Rezept so offen gegenüber war und es freut mich mindestens genauso sehr, dass bei der Siegerehrung im großen Festzelt das Wort „vegan“ mindestens drei Mal auf der Bühne fällt. Mit veganen Rezepten überzeugen ist nämlich viel besser als mit Veganismus zu missionieren.

September 2018

Wir feiern Geburtstag. Blog-Geburtstag. Zwei Jahre Schürzenträgerin. Was wird das neue Jahr so bringen? Wie schon angekündigt: Ab Oktober gibt es erst einmal nur ein Rezept pro Woche. Und zwar immer mittwochs. Wegen einer berufsbegleitenden Weiterbildung muss ich mir ein paar zeitliche Freiräume schaffen. Ich hoffe, du hast dafür Verständnis. Ansonsten blubbern in mir so viele Ideen für Beiträge. Die Liste mit Gerichten, die ich gerne mal vegan zubereiten will, ist unendlich lang. Und ich hab‘ da so ein Projekt im Auge, das mich schon seit einiger Zeit beschäftigt. Sobald es etwas konkreter wird, weihe ich dich gerne ein. Bis dahin wünsche ich mir, dass wir weiterhin viel Spaß zusammen haben und wir auch das dritte Jahr gemeinsam bestreiten. Danke, dass es dich gibt!

Deine Schürzenträgerin,
die sich zur Feier des Tages gleich ein Stückchen Kuchen gönnt. Willst du auch eins?

Blog-Geburtstag
Ein Küsschen zum 2. Blog-Geburtstag: Danke, dass du mich begleitest.

 

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