Klebewohl! Neuer Fliesen-Look für meine Küche

Fliesenaufkleber von Creatisto lassen mich oberflächlich werden

Werbung – Eine lange Nacht liegt hinter mir. Die To-do-Liste wieder viel zu lang. Die vorher nicht kalkulierbaren Dinge mal wieder nicht bedacht. Ein Umzug ist kein Zuckerschlecken. Einer in eine Altbau-Wohnung erst recht nicht. Kaum ist eine Baustelle abgearbeitet, taucht – ta-daaaaaa – völlig überraschend die nächste auf. Ich liege im Bett, mir tut alles weh. Aber ich bin glücklich. Denn ich habe einen ganz wichtigen Punkt auf meiner To-do-Liste erledigt und abgehakt: Ich habe es geschafft, die unschönen alten Fliesen in meiner Küche zu überkleben. Ein bisschen anders als geplant zwar, aber da kleben sie nun und sie sehen einfach toll aus.

„Die Küche ist das Manko, oder?“

Fliesenaufkleber
Braune Fliesen, altgebackene Motive: Die Küche sagt mir am Anfang überhaupt nicht zu.

Kleiner Rückblick. Oktober 2017. Eigentlich bin ich nicht akut auf Wohnungssuche. Aber manche Dinge ergeben sich einfach. Ich besichtige eine Wohnung, finde sie auch ganz schön. Da ist nur eine Sache. „Die Küche ist das Manko, oder?“, meint mein Freund, als wir die Besichtigung hinter uns haben. Ich nicke, denke an meine heiß geliebte, gerade mal drei Jahre alte schnuckelige rote Küche in meiner jetzigen Wohnung und bin schon fast dabei, die andere Wohnung innerlich abzuhaken. Die Küche muss bei Vermietung übernommen werden und ist so gar nicht mein Ding.

Doch dann, in einer schlaflosen Nacht, spiele ich in Gedanken verschiedene Optionen durch. Wenn ich die Wohnung nehme, dann nur mit neuen Elektrogeräten in der Küche. Wenn ich die Wohnung nehme, dann nur mit anderem Fliesenspiegel. Wenn beides möglich ist, werde ich mich mit dem Rest der Küche schon anfreunden. Die Sache mit den E-Geräten ist schnell geklärt. Die mit den Fliesen eigentlich auch. Ich stöbere im Internet und stoße auf die Seite von Creatisto, ein Online-Shop, der Klebefolien für alle Flächen anbietet, die einen in der Wohnung stören könnten. Ich klicke mich durch den Online-Shop und bin verliebt: in die tollen Designs der Küchenaufkleber. Das ist genau das, wonach ich gesucht habe. Die portugiesischen und die marokkanischen Aufkleber haben es mir am meisten angetan. Die Kundenrezensionen sprechen für sich. Einfach anzubringen, toller Kundenservice, schönes Ergebnis…

Fliesenaufkleber
Die Fliesenaufkleber von Creatisto sind als 9er-Set verpackt.

Euphorisch teile ich meine Entdeckung mit meinem Freund. Und der holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Er ist skeptisch. „Weiß du, wie lange das dauert, um die Küche damit zu bekleben?“, fragt er mich. „Du weißt noch nicht mal, ob das richtig hält.“ Als Alternative schlägt er mir vor, einen komplett neuen Fliesenspiegel anzubringen. Weil ich ja auch der geborene Fliesenleger bin… Noch dazu handelt es sich um eine Mietwohnung… Ich bin ein bisschen enttäuscht. Meine Euphorie erst mal begraben. Doch diese Fliesenaufkleber lassen mich gedanklich nicht los – und dann mache ich es einfach: Ich bestelle sie. No risk, no fun. Aufgrund des hellblauen Designs der Küchenfronten entscheide ich mich für die marrokanischen Ornamente.

Braunes Design aus den 70ern

Wieso lässt du die Fliesen nicht einfach wie sie sind? Wenn du dich das fragst, bist du damit nicht allein. Es gab so einige, die mein Vorhaben nicht so recht verstehen konnten. Vielleicht bin ich oberflächlich, vielleicht auch falsch gepolt. Aber eine Küche ist für mich mitunter der wichtigste Raum in einer Wohnung. Hier muss ich mich wohlfühlen können. Hier verbringe ich viel Zeit. Hier arbeite ich für meinen Blog. Braune Küchenfliesen, teils mit Zwiebel-Tomate-Rettich-Motiv, waren vielleicht in den 70ern ziemlich hip. Vielleicht würde meine Oma sie auch heute noch als schön bezeichnen. Aber ich finde sie einfach altgebacken und ein wenig zu urig für meinen sonst sehr freundlichen, hellen Einrichtungsstil. Ende der Zeitreise.

Anbringung ist überraschenderweise kinderleicht

Fliesenaufkleber
Es geht zügig voran.

Dieses Wochenende sind die Fliesenaufkleber dran. Es ist Sonntagabend, 20 Uhr. Zu den Aufklebern bin ich noch nicht gekommen. Der Ausbau der alten E-Geräten hat länger als geplant gedauert. Aber ich will das nicht noch weiter vor mir her schieben. Schon zweimal habe ich den alten Fliesenspiegel geschrubbt und geputzt, versucht, sämtliche Fettreste des Vormieters zu beseitigen. Eine Gummirolle habe ich mir im Baumarkt ebenfalls mitgenommen, um die Aufkleber auch schön festdrücken zu können. Laut Creatisto ist das allerdings gar nicht notwendig. Ich öffne das erste Päckchen, halte es mal über der Spüle an, um einen Eindruck zu gewinnen. Ich schalte Musik an und lege los. Jede einzelne Fliese reibe ich noch mal mit einem Mikrofasertuch ab, jeden einzelnen Aufkleber ziehe ich von der Folie ab und versuche ihn passgenau auf die Fliese zu kleben. Festdrücken. Fertig. Klappt ziemlich gut, korrigieren muss ich nur selten. Aber auch das ist kein Problem: einfach abziehen und neu ankleben. Immer, wenn ein paar Fliesenaufkleber angebracht sind, greife ich zur Gummirolle und rolle zur Sicherheit noch mal drüber.

Es ist 21 Uhr und ich bin überrascht: Ich komme schneller voran als gedacht. Ein bisschen der verlorenen Zeit habe ich wohl wieder draußen 😉 Ich arbeite mich die lange Küchenzeile entlang. Die Motive von Kartoffeln, Gurke und Kochtopf verschwinden nach und nach hinter den marrokanischen Ornamenten. Trotz Erhebungen der Motivfliesen halten die Aufkleber. Puh. Erleichterung. Klappt alles super.  Naja, die Herausforderung habe ich mir auch bis zum Schluss aufgespart: die Bereiche, an denen ich keine ganzen Aufkleber kleben kann. Die Fliesen mit Steckdosen und die, die direkt an die Arbeitsplatten angrenzen. Jetzt kommen Lineal, Bleistift und Cutter zum Einsatz. Es ist inzwischen 22 Uhr. Millimeterarbeit ist um die Uhrzeit meine absolute Stärke…

Fliesenaufkleber
Genauigkeit ist entlang der Steckdosen gefragt.

Das Schöne an Altbau ist: Es gibt weder gerade Wände, noch gerade Böden, noch gerade Decken. Es reicht also nicht, einmal zu messen, wie viele Zentimeter eine Fliese über der Arbeitsfläche rausguckt. Jede Fliese muss separat gemessen werden. Und so geht es also weiter: messen, Maße auf der Rückseite der Aufkleber entsprechend einzeichnen, zuschneiden, aufkleben. Läuft. Da die Abschlussleisten an der Arbeitsfläche abgeschraubt sind, ist es auch kein Drama, wenn es minimale Ungenauigkeiten gibt. Es kommen ja neue Leisten dran, die einen Großteil der zugeschnittenen Aufkleber in der untersten Fliesenreihe wieder abdecken.

„Sie ist ein bisschen mehr ich“

Fliesenaufkleber
So schaut die Küche nun aus: freundlich und modern.

Jetzt liege ich also im Bett. Es ist 0.30 Uhr. Um 5.20 Uhr klingelt der Wecker. Das Wochenende ist vorbei und ich bin geschlauchter als Freitag. Aber zugleich auch ein Stück zufriedener. Das große Manko der Wohnung, die Küche, mausert sich. Die neuen E-Geräte müssen noch eingebaut werden, aber schon jetzt weiß ich, dass ich mich hier bald sehr wohlfühlen werde. Dass das der Ort sein wird, wo neue Rezeptideen entstehen werden. Dass hier tolle Gerichte kreiert werden. Dass es meinen Besuchern und mir hier gefallen wird, wenn wir am Küchentisch zusammensitzen, essen und quatschen. Die Fliesenaufkleber von Creatisto haben dem Raum ein ganz neues Gesicht verpasst. Die Küche sieht nun freundlich aus, modern. Sie hat einen kreativen Touch, ist ein Hingucker. Wirkt einladend. Sie ist ganz einfach ein bisschen mehr ich, denke ich, kurz bevor mir die Augen zufallen und ich den Schlaf eines Fliesenlegers, äh Fliesenklebers, finde.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Creatisto entstanden.

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