Vitamin-D-Mangel

Vitamin-D-Mangel: Ein Jahr danach

Meine Blutwerte sind top – mein Depot gut gefüllt

Erinnerst du dich noch an meinen absoluten Tiefpunkt? Ein Jahr liegt er inzwischen zurück. Ich war fertig mit der Welt: müde, ausgelaugt, mies drauf. Von Tag zu Tag ging es mit mir weiter bergab. Aber warum? Viel zu spät bekam ich eine Antwort auf diese Frage. Zu spät, weil ich wochen- wenn nicht gar monatelang an Lebensqualität eingebüßt hatte. Ich recherchierte auf eigene Faust – fokussierte mich am Ende aufgrund meiner Symptome auf drei, vier Krankheitsbilder. Genau auf diese ließ ich mein Blut untersuchen – und bekam meine Antwort: akuter Vitamin-D-Mangel. Eine Hypovitaminose, die sehr weit verbreitet ist und von der leider viel zu wenige Ärzte eine Ahnung haben bzw. Ahnung haben dürfen. Denn von der Therapie eines Vitamin-D-Mangels profitiert außer dem Patienten kaum jemand – weder Arzt noch Pharmaindustrie. Wo kein Profit drin ist, lohnt sich für viele allein ein Invest in Form von Wissen nicht.

Vitamin-D-Mangel
Der Sonne entgegen: Vitamin D können wir mit Hilfe des Sonnenlichts selbst synthetisieren.

Wenn ich mir heute die Therapie-Empfehlung meiner Hausärztin vor Augen führe, erscheint sie mir noch lächerlicher als damals. Bei 11 ng/ml lag mein Vitamin-D-Wert im Frühjahr 2018. Das Depot war nach dem Winter mehr als erschöpft. 2000 Einheiten Vitamin D riet mir die Ärztin täglich für die Anfangstherapie. Später sollte ich auf 1000 Einheiten am Tag zurückschrauben. Daran hielt ich mich jedoch nicht – und das war gut so! Inzwischen liegen meine aktuellen Blutwerte, ein Jahr nach dem Mangel, vor. Jetzt kann ich sagen: Mein eigener Therapieplan, den ich mir nach ausreichender Recherche und Durchforsten von Fachliteratur erstellt habe, war der einzige richtige Weg.

Zum Erfahrungsbericht über meinen Vitamin-D-Mangel und Therapieplan gelangst du hier.

Nah dran am persönlichen Zielwert

Mein aktueller Vitamin-D-Pegel liegt mit 49 ng/ml im grünen Bereich und nah an meinem angestrebten Zielwert: Auf 40 ng/ml hatte ich meinen Therapieplan ausgelegt. Damit bin ich nach wie vor noch näher an einem Mangel dran, der bei Werten unter 30 ng/ml diagnostiziert wird, als an der Obergrenze von 100 ng/ml Vitamin D im Blut, ab der der Spiegel als gesundheitlich bedenklich gilt. Kurzum: Die Angst meiner Hausärztin, ich könnte eine Vitamin-D-Hypervitaminose erleiden, war größer als ihr Bestreben, den Mangel zu beheben. Diesen hätte ich nach wie vor, wenn ich mich an die Empfehlung von 1000 Einheiten pro Tag gehalten hätte. Wende ich die Berechnungsformel an, läge mein Spiegel nach ärztlicher Dosierungsempfehlung der Supplemente aktuell bei 26 ng/ml – kein akuter oder schwerer Mangel, aber immer noch ein Mangel.

Warum schreibe ich dir das so unverblümt? Weil mir deine Gesundheit wichtig ist! Wir verlassen uns so oft mehr auf irgendwelche Menschen als auf unseren gesunden Menschenverstand. Wir vertrauen Ärzten, weil wir uns von ihnen Hilfe erhoffen. Aber Ärzte sind genauso wenig allwissend wie du und ich. Ein Medizinstudium kann nicht vollumfänglich sämtliches Wissen über den menschlichen Körper und die Millionen von biochemischen Prozessen abdecken, die in unserem Organismus stattfinden. Wenn dem so wäre, könnte jeder Mediziner direkt von der Uni in den Ruhestand wechseln. Es gibt Wissenslücken. Das ist nicht weiter schlimm. Dafür gibt es schließlich Experten und Wissenschaftler, die sich mit nichts anderem beschäftigen – zum Beispiel auch mit Vitamin D.

Einzelschicksal? Von wegen! Vitamin-D-Mangel ist ein Massenphänomen!

Vitamin-D-Mangel
Im Frühjahr 2018 hielt ich es für unmöglich, dass es mir jemals wieder so gut gehen könnte.

Ein Experte bin ich zwar nicht. Aber ich habe mich im vergangenen Jahr mehr mit Vitamin D beschäftigt als jeder Mediziner während des Grundstudiums. Mir ist es inzwischen zur Herzensangelegenheit geworden, die Menschen für Vitamin-D-Mangel zu sensibilisieren. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich schon nach den ersten Tagen meiner Therapie wieder aufgeblüht bin, wie sehr ich an Lebensfreude zurückgewonnen habe, wie sehr viel zumutbarer ich für meine Umwelt war. Was sich jedoch wie ein Einzelschicksal anhört, ist ein Massenphänomen: Vor allem im Frühjahr, wenn nach den langen, dunklen Wintermonaten die Vitamin-D-Speicher geleert sind, leiden die meisten von uns an einem Vitamin-D-Mangel – mal schwerer, mal weniger schwer. Die meisten wissen es nur nicht!

Soll ich das mit meinen Lesern teilen? Ich weiß noch, wie lange ich im letzten Frühjahr überlegt habe, ob ich den Vitamin-D-Mangel auf meinem Blog aufgreifen sollte oder nicht. Es ist ja etwas sehr Privates und für einen Food-Blog vielleicht ein bisschen zu ernst. Letztendlich habe ich mich dazu durchgerungen. Nach der Veröffentlichung meines Erfahrungsberichts wusste ich, dass es richtig war: Es ist noch immer der Beitrag, der am meisten Reaktionen bei meinen Lesern weckt. “Als ich das gelesen habe, habe ich mein Blut auch untersuchen lassen. Vitamin-D-Mangel”, ist eine der gängigsten Reaktionen darauf. Auch in diesem Frühjahr trudelten wieder Nachrichten bei mir ein – von Lesern, die sich selbst nicht mehr verstehen. Deren Körper verrückt spielt. Die grundlos völlig fertig sind. Die nicht mehr in die Gänge kommen. Die ein Dauertief haben. Und denen ich mit meinen Erfahrungen den richtigen Anstoß geben konnte. Deshalb lasse ich dich an diesem Update teilhaben: Es gibt einen Weg raus aus der Abwärtsspirale. Du musst ihn nur erkennen und gehen.

Lerne, auf deinen Körper zu hören

Vitamin-D-Mangel
Ich fühle mich fit, bin gut drauf und habe Lust auf das Leben.

Höre und sieh also genau hin: Welche Warnsignale sendet dein Körper aus? Wie fühlst du dich? Gibt es für dein Befinden einen logischen Grund? Wenn nicht: Lass einen umfassenden Blutcheck machen! Zahl die paar Kröten aus eigener Tasche – unsere Gesundheit sollte uns jeden Cent wert sein. Mein Leben hat sich seit meinem Blutcheck im vergangen Jahr unglaublich verbessert. Vitamin D3 supplementiere ich nach wie vor – in Kombination mit Vitamin K2 – und lass’ davon auch nicht ab. Die Werte werden jährlich kontrolliert, um auf Nummer sicher zu gehen. Denn dort, wo ich vor einem Jahr stand, dorthin will ich nicht mehr zurück. Zu tief war das Loch, das mich zu verschlucken drohte. Zu einfach der Weg, der da hinaus führte …

Hast auch du Erfahrungen mit einem Vitamin-Mangel gemacht? Teile diese gerne in einem Kommentar mit mir.

Comments (27)

  • Norbert Sparding

    Hi Vanessa, ich gratuliere zu Deiner Reise in Richtung Gesundheit und Selbstbestimmung.
    Ich bin heute überzeugt dass “Frühjahrsmüdigkeit” nichts anderes als Vit-D-Mangel ist.

    • Vanessa Schäfer

      Hallo Norbert,

      danke für deinen Kommentar 🙂
      Ich bin ganz deiner Meinung: Frühjahrsmüdigkeit, Herbstblues, Winterdepression … das sind alles die Auswirkungen der sich leerenden Vitamin-D-Speicher.
      Was ein Glück haben wir gerade herrliches Wetter und ein langes Wochenende, um die Depots ganz natürlich aufzufüllen.

      Sonnige Grüße,
      Vanessa

  • Wolfgang

    Hallo Vanessa,
    ich supplementiere seit mindestens zwei Jahren hochdosiert Vitamin D, vor allem in der dunklen Jahreszeit. Täglich 10.000 I.E. haben meinen Serumwert von um die 10 auf über 50 steigen lassen. Stimmungstiefs sind seither wesentlich seltener geworden. Vitamin-D-Mangel ist leider überhaupt kein Thema bei der sogenannten Gesundheitsvorsorge. Ein Mangel wird, nach allem, was man so liest, mit zahlreichen, auch schweren Erkrankungen in Verbindung gebracht. Schöne Grüße,
    Wolfgang (dein Interviewpartner bei Vegan im Quadrat 🙂 )

    • Vanessa Schäfer

      Hallo Wolfgang,

      schön von dir zu hören bzw. lesen 😉
      Vitamin-D-Mangel ist ein unglaublich stark verbreiteter Nährstoffmangel. Auf meine beiden Beiträge hin habe ich so viele Nachrichten und Fragen von Menschen bekommen, die ähnliche Symptome aufgewiesen haben wie ich und sich dann haben testen lassen. Alle mit demselben Ergebnis. Es ist traurig, dass Ärzte das Thema nicht ernster nehmen.
      Deshalb braucht es umso mehr Vitamin-D-Botschafter wie uns, die darüber informieren und so dazu beitragen, dass Menschen ein Bewusstsein dafür entwickeln und aus diesem “Loch” wieder rauskommen 🙂

      Sonnige Grüße
      Vanessa

  • Gabi Amthor

    Hallo Vanessa,
    mit großem Interesse habe ich deinen Bericht gelesen.
    Kurz meine Geschichte:
    März 2019 fühlte ich mich nur noch schlapp und müde, da ich mit Hund täglich im Feld und Wald unterwegs bin, dadurch ab und zu von Zecken gebissen wurde bin ich, da ich Borreliose vermutete zum Hausarzt.
    Blutwerte katastrophal, Überweisung zum Hämatologen.
    So nebenbei wurde ein Vitamin D Mangel erwähnt, ich solle mal über eine Zeit 4000 IE einnehmen.
    Beim Hämatologen wurde dann nach vielem hin und her eine chronische myelomonozytäre Leukämie festgestellt. Muss man beobachten, macht im Prinzip keine Symptome.
    Vitamin D sollte ich absetzen, Werte wären wieder o.k.
    Ab September 2019 verschlechterte sich mein Befinden, Schwäche, Schlappheit, Dauermüde, Gelenk- und Knochenschmerzen.
    Alle 6 Wochen Blutabnahme, großes Rätselraten, diverse MRT und CT Untersuchungen , alle ohne Befund.
    Dann kam Luftnot dazu, die Hundegänge wurden zur Qual, alle 100m Pause.
    Eine junge Ärztin stellte letzte Woche durch Zufall einen starken Vitamin D Mangel fest, wert <10 , nicht mehr messbar.
    Seit 4 Tagen nehme ich täglich 4000 IE , mir geht es täglich besser.
    Es ist unfassbar….
    Viele Grüße

    • Vanessa Schäfer

      Liebe Gabi,

      danke, dass du deinen Leidensweg hier teilst. Was du hinter dir hast, ist erschreckend. Die reinste Odyssee auf der Suche nach der Ursache. Ich hoffe, deine chronische Leukämie bereitet dir keine allzu großen Probleme.

      Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass durch deine Vitamin-D-Therapie die Symptome komplett eingedämmt werden können. Dein Schicksal ist erneut ein Beispiel, wie wenig sensibilisiert viele Mediziner angesichts der Versorgung mit den wichtigsten Mikronährstoffen sind. Umso besser, dass du jetzt offenbar auf die richtige Ärztin gestoßen bist und es mit dir bergauf geht. Halte mich gerne auf dem Laufenden, wie es bei dir weitergeht und genieße so viel Sonnenschein wie möglich.

      Alles erdenklich Gute für dich!

      Sonniger Gruß
      Vanessa

  • Gerhard Schmidts

    Hallo Vanessa, vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht! Ich finde es auch sehr interessant wie wichtig Mikronährstoffe für unsere Gesundheit sind. Ich ernähre mich überwiegend vegan/ vegetarisch, treibe viel Sport und achte auf meine Gesundheit. Trotzdem konnte ich in den letzten Wochen keine innere Ruhe finden, schlief schlecht und negatives Grübeln belastete mich. Ich nahm pflanzliche Mittel zur Beruhigung ein. Da ich täglich keinem Stress ausgesetzt bin, spürte ich , dass mir irgendetwas fehlte. Hab erst Vitamin B12 genommen, was mir geholfen hat. Dann hab ich deinen Blog gelesen und mir sofort in der Apotheke Vitamin D geholt und nehme nun täglich 5000 i.E. ein. Mein Blutbild von gestern ergab einen Mangel von 22ng/ml. Ich bin mir sicher, dass meine Symptome von diesem Mangel kommen. Im Sommer bin ich gerne draußen, meide aber meist die pralle Sonne. Meine Speicher waren daher vermutlich schon im Herbst leer und habe Vit D als Ergänzung in einer viel zu niedrigen Dosis zu mir genommen ( 500 i E) . Nach 3 Tagen höherer Dosis geht es mir blendend und habe 7,5 Stunden sehr gut geschlafen. Ich finde auch, dass diesem Vitamin viel mehr Bedeutung beigemessen werden sollte, vor allem bei der Vorsorge. Daran hat aber die Pharmaindustrie vermutlich wenig Interesse. Werde auf jeden Fall weiter hochdosiert durch den Winter gehen und bin zuversichtlich, dass ich auf einen Wert über 40ng/ml komme.
    Viele Grüße und alles Gute!
    Gerhard

    • Vanessa Schäfer

      Lieber Gerhard,

      vielen Dank für deine Schilderungen und Erfahrungen mit Vitamin-D-Mangel. Ich freue mich, dass mein Blog-Beitrag dich bei der Suche nach der Ursache für dein Unwohlsein unterstützen konnte. Und umso mehr freut es mich, dass es dir wieder deutlich besser geht! Das Sonnenvitamin ist ein wahres Wunder. In Kombination mit Vitamin K kann es noch besser vom Körper verwertet werden. Viele Vitamin-D-Supplemente gibt es deshalb gleich kombiniert mit Vitamin K.
      Wenn du dich überwiegend vegan/vegetarisch ernährst, solltest du zusätzlich auf Vitamin B12 achten. Klasse, dass du das am Anfang in Betracht gezogen hast. Dieses Vitamin lässt sich bei veganer Ernährung so gut wie gar nicht über die Nahrung aufnehmen – und auch hier kann ein Mangel gravierende irreversible Schäden haben. Kleiner Tipp, wenn du hier mal dein Blut drauf checken lassen magst: Lass den Holo-Transcobalamin-Wert untersuchen. Das ist der, der das aktive Vitamin B12 beschreibt und am aussagekräftigsten ist.

      Ich wünsche dir alles erdenklich Gute, viel Sonne und jetzt erstmal ein schönes Weihnachtsfest.

      Alles Liebe
      Vanessa

  • Gerhard Schmidts

    Liebe Vanessa, vielen Dank für deine Antwort! Lt. meines Artzes ist mein B12 gut. Ich werde mir aber auf jeden Fall den Ausdruck meines Blutbildes nach Weihnachten geben lassen. Mir geht es gut und ich kann gut ( ca 6-7 Stunden) schlafen. Was mich ab und zu noch belastet ist eine gewisse Nervösität bzw Unruhe, die plötzlich mit Herklopfen auftritt, aber nach einer Zeit wieder vergeht. Hast du das auch erlebt in der ersten Zeit der höheren Dosierung? Ich nehme nun auch Vitamin K zum Vitamin D ein mit Leinöl. Wie hoch sollte Vitamin K dosiert sein? Ich nehme es mit einer Tablette zu 27% Tagesbedarf ein. Vielen Dank für deine Antwort. Liebe Grüße, Gerhard

    • Vanessa Schäfer

      Lieber Gerhard,
      vielen Dank für deine Nachricht!
      Deine Nervosität kann ich gut nachvollziehen. Habe mich damals bei meinem Vitamin-D-Mangel die ersten Tage mit der hohen Dosis Supplemente gefühlt wie ein Eichhörnchen auf Drogen. Ich schätze, das gehört einfach zum Prozedere dazu, bis die Speicher wieder ein halbwegs normales Level erreicht haben. Es lässt aber schnell nach, keine Sorge.
      Für die Dosierung von Vitamin K musst du schauen, wie hoch du derzeit Vitamin D3 supplementierst. Das Verhältnis sollte rund 100 µg Vitamin K2 bei rund 2.500 IE Vitamin D3 betragen. Die Kombination mit Leinöl ist klasse. Da nimmst du gleich noch ein paar essentielle Omega-3-Fettsäuren auf, die häufig ja auch ein bisschen zu kurz kommen.
      Du bist auf einem sehr guten Weg und ich wünsch dir alles, alles Gute.

      Viele Grüße
      Vanessa

  • Gerhard Schmidts

    Vielen lieben Dank für deine Antwort! Diese Unruhe hat bei mir nachgelassen, fühle mich auf einem guten Weg😃 , wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr! Liebe Grüße

  • Michaela Oluwaseyi

    Liebe Vanessa….ich bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen……und stelle mit entsetzen fest das es mir seit Jahren genauso ergeht…..außer das noch einige dutzend Symptome mehr da sind.Ich war bei 3 Ärzten….die mein Vitamin D 3 Wert feststellen sollten……

  • Michaela Oluwaseyi

    2mal 26 mmol…..und der letzte Wert 33mmol…..Alles schlechte Werte Aber die Ärzte sagten meine Werte sind Top…..mir geht es seit Jahren schlecht…..und es wird immer schlimmer keiner will und kann mir helfen….kann mich vor Schmerzen kaum noch bewegen…..Lebenslust null…….keine Kraft mehr zu leben….Alles zu viel will immer nur meine Ruhe….Schnappatmung….Depris….usw…..machen mir das Leben zur Höhle….Ich kann nicht mehr….

    • Vanessa Schäfer

      Liebe Michaela,

      es tut mir unglaublich leid, dass du dich so schlecht fühlst. Die Symptome, die du beschreibst, können mit einem Vitamin-D-Mangel zusammenhängen, können allerdings auch anderer Ursache sein. Hast du denn mal ein großes Blutbild machen lassen? Es gibt einige Mikronährstoffe, bei denen sich ein Mangel in ähnlicher Form äußern kann. Nimmst du denn ein hochdosiertes Vitamin-D-Supplement, um deine Speicher aufzufüllen?

      Ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst. Lass dich nicht unterkriegen und halte durch! Versuche einen Arzt zu finden, der dein Anliegen und dein Krankheitsbild ernst nimmt. Den vierten Arzt aufzusuchen, mag zwar zäh und anstrengend sein, aber wenn du erst einmal in den richtigen Händen bist, kann dir ganz bestimmt schnell geholfen werden.

      Fühl dich gedrückt und gib nicht auf!

      Sonnige Grüße
      Vanessa

  • Jan

    Hallo Vanessa,
    erstmal vielen Dank für deinen Artikel, da er mich erstmal beruhigen konnte.
    Auch schön, dass du vegan bist, was ich zuerst gar nicht gesehen habe.

    Hier meine (bisherigen) Erfahrungen mit Vitamin D.
    Mir ging es schon immer im Winter etwas schlechter, ich gehe in den Monaten auch kaum raus, selbst wenn die Sonne scheint.
    Diesen Winter war es dann extrem, nach dem halben Tag konnte ich kaum noch laufen, lag dann nur noch im Bett oder saß bestenfalls noch vor dem PC.
    Sport war nahezu unmöglich. Nach etwa 2 Wochen habe ich dann im Verdacht auf Depression eine Therapeutin aufgesucht, die mir relativ schnell aufgetragen hat, einen Schilddrüßen- (glücklicherweise ist da alles in Ordnung) sowie Vitamin-D-Test zu machen.
    Nachdem bei mir ein Wert von 7,6 ng/ml festgestellt wurde, was ja nun wirklich kein leichter Mangel ist, habe ich vor 3 Tagen angefangen pro Tag 10.000 IE Vitamin D in Tropfenform zu nehmen.
    Nach intensivem Außeinandersetzen mit dem Thema und bisheriger Erfahrungen, was Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen betrifft, die maximale Dosis, mit der ich mich wohlgefühlt habe.
    Der 1. und 2. Tag gingen noch, leichte Unruhe und Nervosität, aber auszuhalten.
    Heute hat es sich aber enorm gesteigert zu deutlich stärkerem Unwohlsein und durchgehender Nervosität, was mich irritiert.
    So wie ich es verstanden und bisher gelesen habe, sollte es ja eigentlich eher anfangs schlimmer sein (falls überhaupt Nebenwirkungen aufkommen) und dann abklingen und nicht umgekehrt. Ich weiß, du bist keine Expertin, aber wie du schreibst, hast du dich ja viel informiert und dir einiges an Wissen angelesen.
    Hast du in dieser Zeit jemals Erfahrungen damit gemacht oder von einem solchen Verlauf gelesen?
    Woran könnte es liegen, was könnte helfen?
    Zu hohe Dosis kann ich mir kaum vorstellen, 10.000 IE sind ja vergleichsweise zu einigen Empfehlungen noch wenig, gerade bei so einem ausgeprägten Mangel.

    Freue mich auf deine Antwort
    LG Jan

    • Vanessa Schäfer

      Lieber Jan,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Was du schilderst, hört sich gar nicht gut an! Dein Vitamin-D-Mangel ist sehr stark. Umso mehr freut es mich, dass du hinter die Ursache deines Unwohlseins gekommen bist und wohl keine Depression hinter deinen Symptomen steckt.
      Wie du richtig schreibst: Ich bin kein Experte, was Vitamin D angeht, habe mir damals bei meinem Mangel viel angelesen. Alles, was ich hier schreibe, sind meine Erfahrungswerte und meine Therapie, mit der ich persönlich sehr gut gefahren bin.
      Diese innere Unruhe, die du schilderst, hat bei mir rund drei Tage angedauert, dann ging es bergauf. Aber ja, ich habe mich da zunächst auch nicht wohl gefühlt, weil es sich so anfühlte, als hätte ich statt Vitamin D Aufputschmittel genommen. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es danach schnell besser wurde und diese Unruhe ganz nachgelassen hat. Von Nebenwirkungen ist mir bei meiner Recherche nichts untergekommen. Auch mit deinen 10.000 i.E. bist du bei einem so niedrigen Spiegel noch sehr weit entfernt vom toxischen Bereich und müsstest deutlich mehr nehmen, um dorthin zu gelangen.
      Wenn es dir mit deiner Therapie jedoch noch länger nicht gut geht, reduziere die Einnahme und suche einen Experten auf.
      Halte mich gerne auf dem Laufenden, wie es dir geht 🙂

      Alles, alles Gute
      Vanessa

  • Steffen

    Hallo, wie lange hat es denn ca. gedauert, bis du nach der Einnahme eine deutlicher Besserung verspürt hast?

    • Vanessa Schäfer

      Hallo Steffen,

      danke für deine Nachricht.
      Bei mir ging es nach der Einnahme sehr schnell. Innerhalb von vier, fünf Tagen war ich wieder fit und fühlte mich, wie neu geboren.
      Ich hoffe, dass dir das weiterhilft.

      Alles Gute
      Vanessa

  • Stephanie

    Liebe Vanessa,

    ich danke dir für deine Erfahrungsberichte mit dem Vitamin D Mangel und wie du es da raus geschafft hast. Er hat mir sehr weitergeholfen. Auch ich habe seit einigen Jahren diverse Probleme (massive Durchschlafprobleme, Muskelschmerzen, unspezifische Gelenkbeschwerden usw.) und ich vermute nun, nach einiger Recherche, das ein bereits in 2017 festgestellter Vitamín D Mangel (aktueller Stand 19,4ng/ml) dahinter stecken kann (vermutlich dadurch bedingt wurde letztes Jahr auch eine leichte Schilddrüsenunterfunktion, die jedoch noch nicht behandelt werden muss, festgestellt). Leider rieten mir verschiedene Ärzte hier nur zur Einnahme von 1.000 i.E pro Tag was bisher (Einnahme seit letztem Jahr Juni) wenig geholfen hat.

    Dein Artikel, sowie meine Recherche, gibt mir den Mut, nun eine höhere Dosierung von Vitamin D auszuprobieren. Denn die meisten Ärzte raten hiervon dringend ab (max Dosis 1.000 i.E./ Tag), nur ein einziger gab sein Ok für max. 4.000 i.E. Einnahme pro Tag und wenn man im Internet liest welche Nebenwirkungen bei einer Überdosierung entstehen können (unter anderem Nierensteine oder Nierenversagen ect.) bekommt man es mit der Angst zu tun. Weiter liest man jedoch im Internet, das eine kurzzeitige Einnahme von 10.000 i.E. bis 20.000 i.E. unproblematisch sei. Da Menschen jedoch individuell sind und auch individuell reagieren, denke ich dass das (die Höhe der Dosierung) jeder für sich selbst ausprobieren sollte.

    Für mich war zu diesem Thema dieser Link sehr hilfreich:

    https://www.vitamind.net/dosierung/kur-anfangstherapie/

    und https://www.vitamind.net/kapseln/

    (Generell ist diese Seite: http://www.vitamind.net sehr aufschlussreich bezogen auf Vitamin D)

    Hier wird auch beschrieben, warum man immer auch K2 MK7 und Magnesium (ab einer Dosis von größer als 2.500 i.E. Vitamin D) zusätzlich mit einnehmen sollte.

    Vitamin K2 ist nötig für die Verwertung von Calcium, welches durch eine Normalisierung des Vitamin-D-Spiegels verstärkt aufgenommen wird. Ohne Vitamin K2 besteht die Gefahr, dass sich dieses Calcium ungenutzt in Gefäßen und Organen anlagert, was sich zum Beispiel im Verschluss von Blutgefäßen oder dem Entstehen von Nierensteinen äußern kann. (5, 6)

    Magnesium ist notwendig, damit Vitamin D3 in seine Speicher- und Hormonformen umgewandelt werden kann. Bei einem Mangel an Magnesium steckt Vitamin D3 daher in einer biologisch nicht aktiven Form fest und kann seine Wirkung nicht entfalten. (7) Zudem wird durch die hohe Umwandlungsrate vermehrt Magnesium verbraucht, was die Vorräte des Minerals erschöpfen kann. Mehr zu diesem Thema findet sich auch in unserem Detailartikel.

    Also ich habe mir nun 5.000 I.E. Vitamin D und 5.000 i.E. Vitamin plus Vitamin K2 MK7 all trans bestellt, um so stückchenweise auszuprobieren wie mein Körper damit klarkommt.

    Ich persönlich tendiere zu dieser Dosierungsempfehlung Vitamin-D-Anfangstherapie
    Dosierung Vitamin D3 Einmalig: 50.000 IE + Vitamin K2 MK7 (150 – 200 µg/Tag) + Magnesium (200 mg/Tag ) dann
    Täglich: 10.000 IE Vitamin D3 + Vitamin K2 MK7 (150 – 200 µg/Tag) + Magnesium (200 mg/Tag ) für 4-5 Wochen

    Allerdings werde ich immer nur 5.000 i.E. weiter gehen je nachdem wie ich es vertrage.
    Also:
    1. Tag: 5.000 i.E. Vitamin D + K2 MK7 + Magnesium
    2. Tag: 5.000 I.E. Vitamin D und 5.000 i.E. Vitamin D plus Vitamin K2 MK7 plus Magnesium
    3. Tag 10.000 i.E. Vitamin D und 5.000 i.E. Vitamin D plus Vitamin K2 MK7 plus Magnesium
    4. Tag 10.000 i.E. Vitamin D und 10.000 i.E. Vitamin D plus Vitamin K2 MK7 plus Magnesium

    Wobei ich nach 4 Tagen dann die empfohlene Dosierung (von einmalig 50.000 i.E. ) erreicht habe und dann (sollte ich es gut vertragen) 4-5 Wochen täglich 5.000 I.E. Vitamin D und 5.000 i.E. Vitamin plus Vitamin K2 MK7 plus Magnesium (also insg. 10.000 i.E. täglich) einnehmen werde. Somit hätte ich dann in diesen 4-5 Wochen 400 000 i.E. s ausgeglichen und werde dann dementsprechend sehen ob und wie ich es weiter dosieren kann.

    Sollte dies so nicht funktionieren, werde ich es runter dosieren und dann halt dementsprechend länger einnehmen müssen.

    LG Steffi

    Du hast einen Beitrag von Jan (16.03.2021)
    er gibt an das er 10.000 i.E. täglich eingenommen hat, jedoch nicht ob er K2 und Magnesium zusätzlich eingenommen hat. Vielleicht liegt hier sein Problem, (sollte er es nicht mit eingenommen haben).

    • Vanessa Schäfer

      Liebe Steffi,

      vielen lieben Dank für deine Nachricht und deine hilfreichen Informationen für die anderen Leser.
      Aus deinen Ausführungen kann mit Sicherheit der ein oder andere noch etwas mitnehmen 🙂

      Dir drücke ich ganz fest die Daumen, dass es dir mit deiner höheren Dosierung schnell wieder richtig gut geht! Die Sonne kommt bestimmt auch bald wieder zurück und leistet ihren Beitrag.

      Alles, alles Gute
      Vanessa

  • Stefanie

    Hallo, habe deine Seite gefunden weil ich mich schlau machen wollte über Vitamin D. Habe vor t er in paar Tagen die Diagnose bekommen Vitamin D Mangel. Wert: 10,1! Habe jetzt verschrieben bekommen Dekristol 20000 für 10 Tage täglich. Danach 1x wöchentlich eine Tablette. Jetzt hatte ich auch etwas über Vitamin K gehört aber meine Ärztin hat mir nichts weiteres aufgeschrieben. Muss man das zusätzlich nehmen oder Gehrocks auch ohne? Wie rechnet man den den benötigten Wert aus den du für dein Therapieplan hattest? Ganz liebe Grüße

    • Vanessa Schäfer

      Liebe Stefanie,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Es tut mir leid, dass du einen Vitamin-D-Mangel hast und es dir wahrscheinlich damit nicht so gut geht. Aber das wird. Was dir deine Ärztin verschrieben hat, sieht auf den ersten Blick sehr vernünftig aus. Sie setzt mit einer hohen Anfangstherapie an und reduziert dann in der Erhaltungstherapie. Langfristig solltest du Vitamin D zusammen mit Vitamin K nehmen. Ich schicke dir gleich mal eine E-Mail, in der ich dir dazu kurz was schreibe und dir die Berechnungen erkläre.
      Genieß die Sonne und lass es dir gut gehen,

      Viele Grüße
      Vanessa

  • Anne

    Hallo ,seid über ein Jahr Kämpfe ich mit starker Müdigkeit und schlappheit ,schon nach dem aufstehen. Vitamin d wert bei 20 .Die Ärztin sagte einmal wöchentlich 20000 vitamin d .Ist es zuwenig um Erfolge zu spüren ,nach 2 Wochen noch keine Besserung. Lg

    • Vanessa Schäfer

      Liebe Anne,

      sprich am besten noch mal mit deiner Ärztin darüber. Ich kann keine allgemeinen Empfehlungen aussprechen, sondern lediglich teilen, was ich gemacht habe und wie mein Weg raus aus dem Mangel verlaufen ist. Ob andere den gleichen Weg gehen möchten, steht ihnen frei.
      Ist denn ausgeschlossen, dass bei dir noch ein anderer Mangel vorliegt? Viele Nährstoffmängel äußern sich in ähnlichen Symptomen. Deshalb empfehle ich dir, das ärztlich abzuklären. Wenn kein anderer Mangel vorliegt, frage deine Ärztin, ob es für dich Sinn macht, am Anfang die Dosis auf zwei Tabletten die Woche (20.000) hochzusetzen und lass deinen Vitamin-D-Spiegel unbedingt nach ein paar Wochen erneut checken und pass die Einnahme der Supplemente entsprechend an.
      Nutze gerne auch den aktuellen Sonnenschein, um dich zusätzlich mit natürlichem Vitamin D zu verwöhnen.

      Ich wünsch dir alles Gute auf deinem Weg zur Besserung. Melde dich gerne, wenn du Fragen oder ein anderes Anliegen hast.

      Sonnige Grüße
      Vanessa

  • Anne

    Sollte ich vielleicht die erste Zeit täglich was nehmen .Ich bin froh das ich endlich ein Arzt gefunden habe der großes Blutbild gemacht hat .es ist so anstrengend, nur müde, k.o. und schlecht gelaunt zu sein .Keine Freude zu empfinden.

  • Janina

    Hey wann nehmt ihr denn dekristol 20.000 immer also zum Essen oder nach dem Essen und wenn zeitversetzt wie viel?

    • Vanessa Schäfer

      Hallo Janina,
      ich nehme Vitamin-D-Supplemente unabhängig vom Essen ein. Inzwischen habe ich die Routine, dass ich abends vorm Schlafengehen dazu greife.
      Soweit ich weiß, hemmt Vitamin D nicht die Aufnahme von Mineralstoffen im Essen und wird auch nicht in seiner Aufnahme etwa durch Oxalate oder Phytate gehemmt. Dürfte also auch kein Problem sein, zu den Mahlzeiten zu supplementieren.

      Viele Grüße
      Vanessa

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