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Jetzt will ich’s wissen: eine Woche vegan

Opfer meines Hautbildes

Ich war schon immer anders. Während andere Frauen in meinem Alter versuchen, die ersten Falten um die Augen zu kaschieren, sich intensiv mit Anti-Aging-Produkten beschäftigen, kämpfe ich weiterhin mit jugendlicher Problemhaut. In der Hinsicht ist die Pubertät bei mir nie zu Ende gegangen. Zu viel Alkohol? Meine Haut straft mich mit Pickeln. Zu viel salzige Snacks? Pickel ahoi. Zu viel Zucker? Da sprießt schon wieder was. Zu wenig Schlaf? Pickel, Pickel, Pickel. Periode im Anmarsch? Da geht noch einer. Zu viel Stress? Mein Gesicht gleicht einem Streuselkuchen – naja zumindest die Kinnpartie. Meine Haut ist mehr oder weniger das Aushängeschild meines Lebenswandels. Die Frage “Wie geht’s?” kann man sich eigentlich sparen. Ein Blick ins Gesicht und schon kennt man die Antwort.

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Ungeschminkte Wahrheit: So sieht aktuell meine Haut aus. Am Kinn siehst du deutlich, was mich stört.

Jetzt ist es allerdings nicht so, dass mein Gesicht permanent von unreiner Haut geplagt ist. Es ist phasenweise. Vorzugsweise dann, wenn alles zusammenkommt. Also zum Beispiel jetzt gerade. Und weil mich der Blick in den Spiegel dann noch mehr stresst als mein Alltag, habe ich beschlossen, aktiv zu werden. Morgen geht es los: Eine Woche lang, also bis einschließlich Sonntag, werde ich mich vegan ernähren. Jetzt will ich es einfach wissen: Inwieweit beeinträchtigen Lebensmittel mit tierischen Bestandteilen unsere Haut und vielleicht auch unser Wohlbefinden?

Ich bin ziemlich gespannt, wie diese Woche ausgehen wird. Wie du weißt, ernähre ich mich ohnehin häufig vegan. In meiner Küche gibt es keine Butter, Kuhmilch, Sahne, Eier, kein Joghurt auf Kuhmilchbasis und und und. Was es aber gibt, ist Käse und verarbeitete Lebensmittel, in denen eben diese fiesen Sachen stecken, zum Beispiel Kekse oder Schokoriegel. Inwieweit diese meine Haut strafen? Nächste Woche weiß ich sicher mehr. Vielleicht beschäftige ich mich dann ja auch mit Falten anstatt mit Unreinheiten 😉

Süße Versuchungen gibt es auch vegan

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Eis, Eis, Baby. Weil es die Woche warm werden soll, wappne ich mich mit Wassereis.

Wenn du dich jetzt fragst, wie ich mich auf diese Challenge vorbereite, ist die Antwort ganz einfach: mit Küchenarbeit. Gerade habe ich einen veganen Zucchinikuchen aus dem Ofen geholt, das Wassereis kommt direkt nach diesem Beitrag in den Gefrierschrank und mein veganer Speiseplan für kommende Woche ist ebenfalls aufgesetzt. Wichtig ist mir vor allem, meine süßen Gelüste vegan stillen zu können. Denn mache ich mir nichts vor: Die werden die Woche nicht nachlassen. Und wenn mich der Appetit auf etwas Süßes packt, dann heißt es: nicht rückfällig werden. Daher ein ganzer Kuchen für mich allein 🙂 🙂 🙂 – okay, wenn mein Freund brav ist, bekommt er vielleicht auch ein Stück ab – und gesundes Eis auf Basis von Früchtetee und Kokosblütenzucker. Der Kühlschrank ist außerdem gut gefüllt mit Früchten für meinen täglichen Obstsalat, mein mittagliches Ritual seit Jahren, und jeder Menge Gemüse.

Ja, ich hab’s getan

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Energiebündel: Für eine ausreichende Proteinzufuhr für mein Ausdauertraining habe ich mich mit Protein-Pulver eingedeckt.

Oh, und eins muss ich dir noch anvertrauen! Tatsächlich habe ich gestern etwas gekauft, bei dem ich mir immer geschworen habe, es nie zu mir zu nehmen. Drei Mal darfst du raten was… Ich verrat’s dir: Protein-Pulver. Ja, tatsächlich. Vegan natürlich. Aber nicht etwa, weil ich Muckis wie Arnold Schwarzenegger aufbauen will. Sondern einfach, weil ich, was mein Ausdauertraining anbelangt, momentan mitten im Saft stehe. Ab August beginnt die Wettkampfvorbereitung für den Halbmarathon und ich will nicht riskieren, zu wenig Protein für mein Trainingspensum aufzunehmen, auch wenn Hülsenfrüchte, Quinoa und Co. diese Woche auf dem Essensplan stehen. Sicher ist sicher. Falls ich nebenbei dann doch Arme wie Popeye bekomme, bist du natürlich der Erste, der das erfährt 😉

Wie eine rote Ampel, die mich stoppen will

Reine Haut ist ein ziemlicher Segen. Es gibt Leute, die können einen exzessiven Lebenswandel führen und haben weiterhin die schönste Haut. Sie können essen, was sie wollen, rauchen, trinken. Die Haut verzeiht ihnen alles. Meine leider nicht. Sie ist wie eine Ampel, die auf Rot schaltet, wenn sie einen stoppen will. Gönn dir mehr Pausen. Schlaf mal ein bisschen mehr. Baby, diese Woche hast du echt einen Trash gefuttert. Ja, so spricht sie zu mir. Und oft genug habe ich sie einfach ignoriert. Nach der Umstellung auf hormonfreie Verhütung vor ein paar Monaten ist jetzt jedoch ein Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr wegschauen will. Manchmal muss man auf seinen Körper hören. Und das tue ich. Die Woche wird zeigen, ob der Weg der richtige ist…

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