Byebye 2016 – welcome 2017!

Die Zeit rast – das denke ich mir nicht nur, wenn ich ein Jahr älter werde. Nein, das fühle ich auch, wenn ich die nächste Generation heranwachsen sehe und mir plötzlich ziemlich alt vorkomme. Es wird mir bewusst, wenn mir deutlich wird, wie spießig man im Laufe der Jahre geworden ist, so dass Ruhe, ein geregelter Tagesablauf, Sauberkeit und Samstagabende im Schlafanzug auf der Couch zu unverzichtbaren Bestandteilen des Alltags geworden sind. Und es rückt einem natürlich umso mehr ins Bewusstsein, wenn der Jahreswechsel ansteht. Was, schon wieder? Ja, schon wieder steht Silvester vor der Tür und es ist an der Zeit, Abschied von 2016 zu nehmen und 2017 mit offenen Armen zu empfangen.

Ein Blick zurück und ich muss zugeben: 2016 war für mich in der Summe ein gutes Jahr – mitunter deshalb, weil ich dich ein stückweit in deinem Alltag begleiten durfte. Am 21. September ging dieser Blog online. Zugegeben, es war eine schwere Geburt. Schließlich wurde die Idee zu schuerzentraegerin.de bereits im Sommer 2015 geboren. Es gab Zeiten, in denen ich kurz davor stand, die Idee wieder komplett zu verwerfen, weil die Realisierung zwischenzeitlich immer wieder unmöglich schien. Vielen Dank an der Stelle an Christian, der genau im richtigen Moment kam und mich davor bewahrte, alles hinzuschmeißen. Er hat meine Ansprüche an diesen Blog vom ersten Tag an ernstgenommen, hält nichts für unmöglich in der Umsetzung und hat letztendlich zusammen mit mir dieses Baby aus der Taufe gehoben. Ein Baby, das wie jedes andere viel Arbeit, aber mindestens genauso viel Spaß macht. Eines, das einem sehr viel zurückgibt. Denn jedes einzelne Feedback von euch Lesern freut mich und bestärkt mich darin weiterzumachen. Vielen Dank dafür!

Jahresrückblick: Ein Baby namens Food-Blog.
Ein Baby namens Food-Blog. 2016 wird schuerzentraegerin.de aus der Taufe gehoben.

Mut, Disziplin, Hartnäckigkeit und der Glaube an mich selbst haben 2016 zu diesem Blog beigetragen, aber auch zu weit mehr. Mein Jahr 2016 lässt sich mit „Konsequenz“ betiteln und ich glaube ja, dass diese Konsequenz dafür gesorgt hat, dass ich positiv auf die vergangenen zwölf Monate zurückschauen kann. Die Liste meiner Jahresziele war im Januar sehr lang, vieles schien nicht wirklich umsetzbar, der innere Schweinehund war ziemlich ausgewachsen. Inzwischen ist er allerdings handzahm, er lebt neben mir her, beeinflusst mich immer weniger. Und dadurch konnte ich meine Jahresziele – bis auf eines – alle abhaken.

2016 war für mich insofern ein besonderes Jahr, weil ich mich von allem und allen befreit habe, die mich bremsten und mir Energie raubten, anstatt zu meiner inneren Balance und Zufriedenheit beizutragen. Wer mich besser kennt, weiß, dass es einige Entscheidungen zu treffen galt, die mir nicht leicht gefallen sind. Die mich haben zögern lassen. Sein gewohntes Pflaster zu verlassen und etwas Neues, Ungewisses zu wagen, erfordert Mut. Es fällt schwer, von Leuten abzulassen, die man gut kennt, vielleicht sogar mag, die einem aber nicht gut tun. Doch manchmal muss man das loslassen, was einem lieb ist – so schwer es einem fallen mag.

Jahresrückblick: Freiheit
Mach dich frei – von dem, was dich bremst, dir Energie raubt, dich runterzieht.

In diesem Jahr galt es, sich vielen Herausforderungen zu stellen. Und ja: Ich mag Herausforderungen – besonders, wenn ich mir sie selbst stelle. So kam es, dass ich mein Jahresziel, was mein Sportpensum angeht, zum ersten Mal konsequent bei Wind und Wetter durchgezogen habe und mich inzwischen so fit und gut fühle, wie selten, wenn nicht sogar nie zuvor. Falls du dich nämlich fragst, wie man als Food-Blogger seine Linie behält: Ohne Sport ist es schwer 😉 Wie genau mein Sportprogramm aussieht, verrate ich dir nächstes Jahr, denn ich nehme dich ein stückweit mit auf meinem Weg zur Challenge Halbmarathon.

Laufschuhe
These boots are made for walking: 2017 steht die Challenge Halbmarathon an.

Und damit sind wir bei meiner Jahresliste 2017 angekommen. Stand dieses Jahr „Umstieg auf Naturkosmetik“, „höherer Konsum von Bio-Produkten“, „mehr Zeit für mich und was mir lieb ist“ sowie „berufliche Alternativen suchen“ auf meiner To-do-Liste, so gilt es auch im kommenden Jahr einiges abzuhaken. Ein Ziel ist natürlich, diesen Blog gemeinsam mit dir weiter zum Wachsen zu bringen. Ideen für interessante Inhalte gibt es viele, aber manchmal fehlt es schlichtweg an Zeit, diese auch umzusetzen. Denn was du nicht vergessen darfst: Dieser Blog ist zu 100 Prozent Hobby. Nebenbei bin ich noch voll berufstätig. Doch auch 2017 darfst du dich immer mittwochs und samstags auf neue Rezepte freuen. Die News-Beiträge erscheinen unregelmäßig immer dann, wenn es etwas zu berichten gibt – mit Hilfe eines Redaktionskalenders will ich hier ein bisschen mehr Farbe und Abwechslung ins Spiel bringen. Ich freue mich jetzt schon auf dein Feedback.

Ein weiterer Punkt auf der „Pack es endlich an“-Liste ist das Thema Plastikmüll, der mich tierisch nervt. Er ist ein Killer für unsere Umwelt. Die Schäden für die Weltmeere und Meeresbewohner irreparabel. Doch wie verringert man sein Müllaufkommen? Ehrlich gesagt, ich habe noch keinen Plan. Ein Unverpacktes-Laden gibt es hier im näheren Umkreis nicht. Mein erster Schritt wird daher wohl sein, Obst und Gemüse überwiegend offen auf dem Wochenmarkt zu kaufen und dann schauen, wie viel Plastikmüll sich dadurch einsparen lässt. Wenn du weitere Ideen hast, wie sich Plastikmüll vermeiden lässt, lass mir gerne einen Kommentar da.

Kampf dem Plastikmüll
Weniger Plastikmüll erzeugen – 2017 packe ich dieses Ziel an.

Last but not least habe ich mir für 2017 auch ein Ziel gesetzt, was meine Ernährung angeht. Fleischkonsum? Nein. Veganismus? Nein. Vielmehr mag ich den Konsum verarbeiteter Lebensmittel weiter einschränken, vor allem was Käse anbelangt. Ja, ich glaube diese Challenge ist mindestens genauso groß wie das Ziel Halbmarathon 😉 Denn machen wir uns nichts vor: Käse ist schon ziemlich geil. Und Käse ist der einzige Grund, weshalb ich (noch) kein Veganer bin. Entgegen allem, was einem als Kind eingeredet wird, wissen wir heute allerdings, dass der Verzehr von Käse (genauso wie der anderer Tiermilchprodukte und Fleisch) gar nicht so gesund ist – ja sogar viele Zivilisationskrankheiten fördert. Wir können durch unsere Ernährung bewusst das Risiko steuern, später an Krebs zu erkranken, Alzheimer-Patient zu werden, Probleme mit dem Herzen zu bekommen, … – und zwar in einem weitaus höheren Maße als das unsere Gene können. Zu diesem Thema gibt es bald einen eigenen Blog-Post. 2017 wird für dich auf schuerzentraegerin.de also mit Sicherheit auch der ein oder andere Versuch zu lesen sein, veganen Käse herzustellen, der von seinem Geschmack, seinen chemischen Eigenschaften und seiner Konsistenz an richtigen Käse herankommt, aber gesünder ist. Mal schauen, ob uns dieser Versuch glückt.

Käse
Weniger verarbeitete Produkte essen für ein gesünderes Leben. Gelingt es mir, meinen Käseverzehr zu reduzieren?

Ja, es gibt einiges zu erreichen und vermutlich wird die Jahresliste im Verlauf der nächsten Monate weiter wachsen. Will ich zwar keine Altlasten aus 2016 mit ins neue Jahr nehmen, so hoffe ich auf die Konsequenz als stetigen Begleiter für die nächsten 365 Tage. Die Konsequenz, die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Die Konsequenz, jeden Tag ein Stück dazu beizutragen, diese zu erreichen. Die Konsequenz, mich nicht durch meine Umwelt in meinen Vorhaben verunsichern zu lassen und die Konsequenz, durch diese Beharrlichkeit mehr ich selbst sein zu können. In diesem Sinne: Willkommen 2017 – ich bin bereit für dich.

Comments (2)

  • Christin

    Ich bin froh, dass alles geklappt hat mit dem Blog und du dich endlich getraut hast! Wenn man diesen Schritt getan hat, läuft es meistens fast von selbst. Ich hoffe du behältst das Hobby noch lange bei 🙂 Ich schiebe dann ab und zu mal deine Rezeptideen an meine bessere Hälfte weiter (weil ich bin ja nicht so die Köchin :D). Ganz liebe Grüße <3

    • Vanessa Schäfer

      Hallo Christin,
      du hast recht. Und dein Tipp in Sachen Hosting und Co. war Gold wert 🙂 Das mit dem Rezepte weiterschieben klingt sehr vernünftig. Ich hoffe, dass Daniel Spaß an den Rezeptideen hat und freue mich schon, euch bald bekochen zu dürfen. Bis bald!
      Vanessa

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