Einkochen: Tomatensoße auf Vorrat

( 5 out of 5 )
Tomatensoße
  • ca. 400 mlServings
  • 10 mPrep Time
  • 40 mCook Time
  • 50 mReady In
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Weißt du, was mich jedes Mal beeindruckt, wenn ich in den Keller von älteren Menschen gehe? Die Menge an Vorräten, die sich darin befinden. Nein, ich meine keine Vorratseinkäufe, wie ich sie selbst tätige, sondern all die selbst gemachten Sachen. Eingelegte Essiggurken, eingekochte Marmelade, fermentiertes Kraut, Apfelkompott, Tomatensoße – die Liste ließe sich ewig fortsetzen. All die Vorräte warten darauf, in den Wintermonaten aufgebraucht zu werden. Denn weggeworfen wird bei der älteren Generation nichts. Was bei der heimischen Ernte nicht so schön aussieht oder zu viel für den Tagesverzehr ist, wird kurzum eingekocht.

Davon habe ich mir jetzt etwas abgeschaut. Ich habe Tomatensoße auf Vorrat gemacht. Meine eigenen Tomatenstöcke im Garten haben zwar keine Mengen abgeworfen, die das erlaubt hätten. Aber die meiner Nachbarin schon. Sie vertrage Tomaten in größeren Mengen nicht mehr, bot mir die ältere Dame ihre rote reife Ernte an: “Zum Wegwerfen sind sie doch zu schade.” Und so habe ich mich an den Herd gestellt und zum ersten Mal Tomatensoße eingekocht. Die Menge ist zwar überschaubar, für einen ersten Versuch aber völlig ausreichend – zumal du die Menge auch ganz leicht hochrechnen kannst, wenn dein Vorrat ein bisschen üppiger ausfallen soll. Der ist nämlich ganz schön praktisch: An Tagen, an denen du so gar keine Lust zum Kochen hast, kannst du dir einfach ein Glas schnappen, den Inhalt erhitzen und mit ein paar gekochten Nudeln hast du dir schnell eine warme Mahlzeit zubereitet: frisch eingekocht, ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe.

Tomatensoße

 

Was du brauchst:

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Und so geht's:

  • 1. Schritt

    Schäle die Zwiebel und die Knoblauchzehen und hacke sie in Würfel. Erhitze in einem Topf etwas Öl und dünste die Würfel darin an. Sobald sie angedünstet sind, Tomatenmark hinzufügen und kurz anbraten. In der Zwischenzeit die gewaschenen Tomaten klein schneiden und mit in den Topf geben.

  • 2. Schritt

    Füge den Tomaten Salz, Cayenne-Pfeffer, Rohrzucker und Paprikapulver zu und lass alles kurz aufkochen. Anschließend für etwa 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Die Kräuter waschen und klein schneiden und kurz vor dem Ende des Kochvorgangs mit in den Topf geben.

  • 3. Schritt

    Damit keine Stücke und harten Schalenreste in der Tomatensoße zurückbleiben, kommt diese im nächsten Schritt in den Mixer. Einmal kräftig durchmixen und dann noch einmal kurz im Topf erhitzen. Die Tomatensoße final nach Gusto abschmecken und in sterilisierte ausgekochte Schraubgläser füllen. Etwa einen Zentimeter bis zum Glasrand frei lassen. Zum Auskühlen die Gläser verschließen und auf den Deckel stellen. Anschließend kannst du sie einlagern.

Tipp:

  • Schraubgläser mit einem Volumen von rund 400 ml eignen sich super, um die Tomatensoße für 2 Personen zu portionieren.

  • Die eingekochte Tomatensoße kühl und dunkel lagern. So hält sie mehrere Monate.

Kommentare (8)

  • Ulla

    Tomatensauce heiß abgefüllt und auf den Deckel gestellt ist NICHT eingekocht. Ich bin auf Ihre Seite gestoßen, weil ich eine Info sucht, wie lange Tomatensauce eingekocht werden muss. Nun an anderem Ort habe ich die Info gefunden: 1/2 Stunde bei 100 Grad (d.h., das Einkochwasser muss richtig kochen). So habe ich es nun gemacht. Und die Gläser NICHT auf den Kopf gestellt. Nur dann kann manbeurteilen ob sich im Schraubglas ein Vakuum gebildet hat: Der Deckel zieht sich in diesem Fall leicht nach innen. Nix für ungut, aber einkochen und heiß Abfüllen sind zwwei Paar Stiefel.

    • Vanessa Schäfer

      Hallo Ulla,

      schade, dass das Rezept für dich nicht funktioniert. Hatte bei meinen bisherigen Versuchen mehr Glück: Die Tomatensoße war nach mehreren Wochen und Monaten noch unversehrt und absolut lecker.
      Schön, dass du dennoch Tomatensoße einkochen konntest und dir einen Vorrat angelegt hast. Optimal für Tage, an denen es schnell gehen muss.

      Viele Grüße
      Vanessa

  • Claudia

    Hallo Vanessa, man kann immer mal den Oberlehrer heraushängen lassen 🙃 Ich „koche“ seit 20 Jahren auf diese Weise ein und solange das Glas schön voll und der Glasrand sauber ist, bleibt es auch zu und -gefühlt- ewig haltbar. Nun aber zum Eigentlichen: ich habe gestern meine Tomaten nach deinem Rezept haltbar gemacht und der Klecks, der übrig geblieben ist war megalecker!! Vermutlich werden die Gläser gar nicht so lange haltbar sein 🤪😋
    Liebe Grüße Claudia

    • Vanessa Schäfer

      Liebe Claudia,
      vielen Dank für deinen Kommentar – und deine langjährige Einkocherfahrung, die mein Rezept unterstützt 🙂
      Da hattest du ja richtig Glück, dass beim Einkochen ein Klecks übrig geblieben ist 😀 Es freut mich, dass dir die Tomatensoße schmeckt – und sie in deiner Küche Einsatz findet.
      Noch ist ja Tomatenzeit. Wenn der Vorrat also den Sommer nicht überlebt, kann man gut und günstig noch mal nachproduzieren 🙂

      Ganz viele Grüße
      Vanessa

  • Dagmar Berner

    Hallo Vanessa. Ich habe deine Tomatensauce jetzt das dritte Jahr gemacht und sie ist fantastisch ❤️

    • Vanessa Schäfer

      Vielen Dank für deine liebe Rückmeldung, Dagmar 🙂

  • Michaela

    Hallo Vanessa, hab gerade zum ersten Mal mit meinen ersten eigenen Tomaten die Sauce versucht, ich hab ein bisschen Maggikraut dazugegeben und es schmeckt super gut! Jetzt bin ich gespannt, ob die Gläser halten 🙂 Lieben Gruß aus Österreich, Michaela

    • Vanessa Schäfer

      Liebe Michaela,

      da hattest du ja eine richtig gute Ernte, wenn gleich die ersten eigenen Tomaten eingekocht werden. Klasse! Mit Maggikraut kann ich mir die Soße richtig gut vorstellen. Danke für diese Inspiration.
      Ich drück die Daumen, dass du viel Spaß und Genuss mit deinem Vorrat hast 🙂

      Ganz liebe Grüße zurück nach Österreich,
      Vanessa

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