Ein Strauß Grünkohl – vermutlich bringt so etwas auch nur Veganer-Augen zum Leuchten. Bei uns im Südwesen ist der leckere Kohl so selten, dass ich mich immer wieder freue, wenn ich welchen in die Hände bekomme. Diesmal wurde er mit der Biokiste direkt an die Haustür geliefert. Schon beim Blick auf den großen Bund wusste ich sofort: Daraus mache ich Kale Chips am Wochenende! Der beste Snack für einen gelungenen Fernsehabend. Die Grünkohl-Chips sind wirklich kinderleicht in der Zubereitung – und durch die Zubereitung im Airfryer deutlich gesünder als konventionelle Chips aus dem Supermarkt. Das Beste ist einfach der Crunch. Den lieb ich bei Kale Chips besonders, verzehrt man doch Grünkohl ansonsten eher gar gekocht oder sogar püriert.
Mein Liebster feierte mit der Schüssel voll Kale Chips aus dem Airfryer seine Premiere: zum ersten Mal selbstgemachte Chips. “Sind die geil”, war seine Bilanz, als die halbe Schüssel schon geleert war, noch ehe der Film im Fernsehen angefangen hatte. Macht nix! So raschelte und knusperte wenigstens später nichts mehr. Dass man hier mit gutem Gewissen snacken kann, ist noch ein weiterer Pluspunkt. Da kann man es einem ja gar nicht verübeln, wenn die Chipsschale schneller leer ist als man in die Nachproduktion gehen kann.

Die Grünkohlblätter von den dicken Stielen entfernen und klein zupfen. Anschließend gründlich warschen und entweder mit einer Salatschleuder oder einem Küchenhandtuch gut trocknen. Den Grünkohl in eine Schüssel geben. Öl, Salz und weitere Gewürze nach Belieben hinzufügen und alles gründlich kneten, so dass alle Grünkohlblätter benetzt sind.
Den Airfryer auf 180 Grad vorheizen. Anschließend den Grünkohl hinzufügen und für etwa 2 Minuten im Airfryer backen – zwischendurch den Korb herausnehmen und die Blätter etwas wälzen. Sind die Chips nach 2 Minuten schon kross, können sie zum Abkühlen zurück in die Schüssel. Sind sie noch etwas zu weich, dann vorsichtig für weitere 2 Minuten im Airfryer backen. So verfahren, bis die Kale Chips fertig sind. Aber Vorsicht: Schaue lieber einmal zu viel als einmal zu wenig in die Heißluftfritteuse: Nicht, dass dir das leckere Kohlgemüse darin verbrennt.
Wenn du keinen Airfryer hast, kannst du die Kale Chips auch bei 180 Grad im Backofen zubereiten. Dort brauchen sie ein paar Minuten länger.