Ziele

Tschaka – du schaffst das! So erreichst du deine Ziele

Meine 10 Tipps für dich, um den Schweinehund an die Kette zu legen

Noch ist das Jahr jung, die Vorsätze von der Silvesternacht dagegen alt. Hältst du noch an ihnen fest? Oder sind sie nur da, um gebrochen zu werden? Der Geist ist willig und das Fleisch ist schwach. Ich selbst bin kein großer Fan von Silvester und kein großer Freund von Vorsätzen. Ich packe Dinge lieber an, wenn mir danach ist. Unabhängig davon, ob sich damit die Jahreszahl ändert oder nicht. Wie du aber weißt, habe ich natürlich auch Ziele, die ich mir für dieses Jahr gesteckt habe. Sie haben nur weniger mit Dingen wie abnehmen, weniger Alkohol, gesünder essen, mehr Sport etc. zu tun. Warum? Alle großen Dinge in meinem Leben habe ich begonnen, als kein Jahreswechsel anstand. Mit dem Laufen ging es unter dem Jahr los. Ich wurde im Sommer Vegetarier, im Herbst Veganer. Zum Jahreswechsel wurde ich dagegen meistens nur irgendwie müde oder melancholisch 😉

Mit Biss und Hartnäckigkeit zu mehr Selbstdisziplin

ZieleAber unabhängig davon, wann du dich entscheidest, deinem Leben eine neue Richtung zu geben, habe ich mir überlegt, wie ich dich auf diesem Weg begleiten kann. Ob du nur weniger Fleisch essen magst, auf Süßigkeiten verzichten willst, dich mehr bewegen möchtest oder das Rauchen an den Nagel hängen willst – ich habe mir Gedanken gemacht, was mir dabei hilft, langfristig an meinen Zielen festzuhalten und konsequent daraufhin zu arbeiten. Und das möchte ich mit dir teilen. Nicht, weil ich mich für eine Choryphäe halten, sondern viel mehr deshalb, weil mir im Laufe des letzten halben Jahres bewusst geworden ist, dass ich selbst nicht nur mein größter Kritiker bin, sondern damit unterbewusst große Selbstdisziplin einhergeht. „Vanessa, wie machst du das nur?“, die Frage begleitet mich schon seit Ewigkeiten. Egal, ob es um mein Sport- oder mein Arbeitspensum, um meine Ernährung oder meine Figur geht. Im letzten Jahr hat eine Kollegin tatsächlich mal das Wort in den Mund genommen, das mir ein wenig die Augen geöffnet hat: „Du bist der disziplinierteste Mensch, den ich kenne.“ Der Satz fiel an einem verregneten Mittwoch, an dem ich Obstsalat essend in der Büroküche saß und von meinen Laufplänen am Abend berichtete.

Ja, man kann seinen inneren Schweinehund zähmen. Mit etwas Biss und Hartnäckigkeit schaffst du es, deine Ziele auch noch ein, zwei Monate nach dem Jahreswechsel zu verfolgen. Und jetzt verrate ich dir meine 10 Tipps, die mich nicht ans Aufgeben denken lassen. Vielleicht verrätst du mir ja in den Kommentaren, ob sie dir eine Unterstützung sind…

1 Glaube an dich und freunde dich mit dir an

ZieleKlingt das in deinen Ohren banal? Vielleicht. Aber ich finde, es ist der schwierigste aller Schritte – zugleich aber auch der wichtigste. Du hast Vorsätze, Pläne, Ziele, Wünsche. Um sie zu realisieren, brauchst du nur eins: Glauben an dich selbst. Lerne dich selbst kennen und entdecke die Stärke und das Durchhaltevermögen in dir. Schau in den Spiegel und freunde dich mit dir an. Ja, du bist nicht perfekt. Das ist niemand. Überleg dir, was du schon alles erreicht hast, was andere an dir schätzen und was an dir schön ist. Werde dir deiner bewusst. Wenn ich die letzten drei Jahrzehnte zurückblicke, weiß ich, welche schwierigen Situationen ich schon gemeistert habe. Es gab in jedem Lebensabschnitt Hürden. Den direkten, einfachen Weg bin ich weder bei der Berufswahl noch bei der Wahl meiner Beziehungen gegangen. Aber bisher ist es mir gelungen, jeden Stein mit ein bisschen Anstrengung aus dem Weg zu räumen. Und das schaffst du auch. Glaube an dich. Ich tue es auch.

2 Höre auf deinen Körper

Es ist verrückt, aber dein Körper wird dir auf dem Weg zum Erreichen deiner Vorsätze genau sagen, was er braucht. Du musst nur lernen, auf ihn zu hören. Du willst sportlich durchstarten?! Toll! Lausche dabei auf das, was dein Körper dir sagt. Er verlangt eine Trainingspause, weil er Muskelkater hat? Gönn sie ihm. Du möchtest dich gesünder ernähren?! Lobenswert. Aber auch hier gilt: Ignoriere nicht die Signale, die dein Körper aussendet. Meiner schreit zum Beispiel regelmäßig morgens auf dem Weg zur Arbeit nach Kohlenhydraten. Doof, wenn man eigentlich ein Müsli mit Joghurt vorgesehen hat. Aber wenn mein Körper morgens Kohlenhydrate satt braucht, sind die Energiespeicher einfach leer. Dass das Müsli dann gesünder wäre als die Brezel, interessiert mich dann nicht. Wenn der Motor nicht den richtigen Sprit bekommt, läuft er nicht rund. Unser Körper ist unser Motor. Deshalb sollte auf ihn geachtet werden.

3 Beobachte dich selbst

ZieleSchau genau hin. Du hast eine neue Richtung eingeschlagen. Wir reagierst du darauf? Was hat sich in deinem Leben dadurch geändert? Bist du ausgeglichener? Gereizter? Wie fühlst du dich damit? Hat sich dein Aussehen vielleicht verändert? Ist deine Haut reiner geworden? Sind deine Haare dichter? Deine Oberarme durchtrainierter? Ein neuer Weg heißt immer auch eine Wandlung deiner selbst. Wenn ich Sport mache, bin ich danach weniger angespannt. Seit ich regelmäßig in der Woche etwa 30 Kilometer laufe (im Winter etwas weniger), habe ich sehr muskulöse Waden bekommen. Mit der Ernährungsumstellung zum Vegetarier haben sich meine jahrelangen Verdauungsprobleme in Luft aufgelöst. Seit ich mich vorwiegend vegan ernähre, fühle ich mich noch vitaler. All diese schönen kleinen Beobachtungen durch deinen Richtungswechsel motivieren dich dazu, diesen Kurs beizubehalten. Also Augen auf!

4 Tue es für dich und niemand anderen

Dein Ziel ist dein Ziel. Verfolge es, weil du es erreichen möchtest. Widme dich ihm, weil du glaubst, dass es dir gut tut. Nur so kannst du auf dem Weg dorthin glücklich sein. Tue nichts aus Gruppenzwang oder Pflichtgefühl. Wenn dein/e Freund/in, dein/e Partner/in, deine Familie dich auf dem Weg zu deinem Ziel nicht begleiten wollen oder können, weil es ganz einfach nicht ihr/sein Ziel ist, dann akzeptiere das. Im Umkehrschluss solltest du dich nicht dafür aufopfern, anderen bei der Erfüllung ihrer Ziele eine Hilfe zu sein, wenn es dir nicht gut tut. Schaue dir Punkt 1 an. Sobald du den verinnerlicht hast, brauchst du niemanden als Beistand. Die Motivation entspringt nur aus dir. Was auch immer dein Ziel ist, lass es dir nicht von anderen schlecht- oder ausreden. Du musst es anderen nicht recht machen. Ich bin in meinem Alltag permanent von Leuten umgeben, die andere Ziele als ich verfolgen. In meinen engen Freundes- und Familienkreis gibt es so gut wie nur Fleischesser, es gibt kaum jemanden, der meine Leidenschaft fürs Laufen teilt, geschweige denn versteht. So what?

5 Sei geduldig mit dir selbst

ZieleRom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. Kommt dir der Satz bekannt vor? Da ist was dran. Gib dir Zeit und sei geduldig mit dir selbst. Setz deine Maßstäbe nicht zu hoch. Du musst nicht von heute auf morgen von der Couchpotatoe zum Spitzenathlet werden. Du brauchst nicht vom Fünf-Mal-die-Woche-Fleischesser über Nacht zum Veganer werden. Warum? Weil erwiesen ist, dass solche radikalen Prozesse meistens nicht nachhaltig sind. Das ist quasi der Fitnessstudio-Effekt: Im Januar meldet man sich an, trainiert drei-, viermal die Woche. Gute Vorsätze im Hinterkopf. Aber es fällt nicht leicht. Und erst recht nicht, wenn du merkst, dass du in drei, vier Wochen weder abgenommen, noch einen definierteren Körper bekommen hast. Das demotiviert und rückt die Vorsätze in den Hintergrund. Und schon ist man nicht mehr aktives, sondern nur noch zahlendes Mitglied im Fitness-Studio. Also gehe lieber kleine Schritte. Setze dir erreichbare kleine Ziele. Reduzier deinen Fleischkonsum von fünf auf zwei Tage die Woche. Wenn es dir damit gut geht, streiche einen weiteren. Mache nur dann Sport, wenn du dich gut dabei fühlst. Lieber zwei Mal die Woche mit Lust und Motivation als vier Mal die Woche gequält und aus Pflichtbewusstsein. Der Weg ist das Ziel. Und der ist meistens länger und steiniger als man denkt. Also hab Geduld mit dir.

6 Überrasche andere

Da draußen wird es immer Leute geben, die dir dein Vorhaben nicht zutrauen. Glaub mir, ich sprech da aus Erfahrung. Als zierliches Persönchen mit 1,56 cm Größe und nicht mal 45 Kilogramm werde ich immer unterschätzt. Man traut mir einfach nicht so viel zu, ganz gleich in welcher Hinsicht. Das ist natürlich Quatsch. Was hat Größe schon mit Willen, Intellekt, Erfolg, Erfahrung etc. zu tun? Nichts. Aber irgendwie ist es automatisch in den Köpfen drin, dass etwas Kleines nicht so gut sein kann wie etwas Großes. Allein das, also die Tatsache, dass mir andere etwas nicht zutrauen, ist für mich eine Riesenmotivation. Wenn regelmäßig bei anderen die Kinnlade runterfällt, weil sie mich ein Stückchen besser kennenlernen, ist das für mich ein enormer Ansporn. Ich liebe es, andere mit meiner wahren Größe zu überraschen – egal, ob es sich um Zeiten beim Laufen handelt, um meinen Werdegang oder um die Konsequenz, die Finger von der Käseplatte zu lassen 😉

7 Nimm Komplimente an

Wie ich dir verraten habe, bin ich mein größter Kritiker. Deshalb fällt es mir oft schwer, Komplimente von anderen zu erkennen und vor allem anzunehmen. Wenn es dir genauso geht, spring über deinen Schatten und nimm sie dankend an. Sie sind der Antrieb, weiterzumachen. Bei mir kam es im vergangenen Jahr zum Beispiel zwei Mal vor, dass mich Fremde auf meinen Körper angesprochen haben. Ich laufe inzwischen schon seit mehreren Jahren mehr oder weniger regelmäßig. Seit einem Jahr habe ich meine Distanzen deutlich nach oben geschraubt – offenbar mit einem schönen Nebeneffekt: Andere sehen mir mein Training inzwischen an. Als ich letzten Sommer in einem Sportfachgeschäft eine Radsportunterhose anprobierte, kam die Verkäuferin dazu und meinte: „Na du hast ja eine richtige Läufer-Figur.“ Da hatte ich es. Mir selbst nicht bewusst. Aber mit den Worten im Kopf, fiel das Training natürlich gleich viel leichter. Ähnliches passierte mir bei einem Lauf im Wald, als eine Gruppe älterer Herrschaften mit Rädern an mir vorüber zog. Im Vorbeifahren meinte ein Mann zu mir: „Sie sind aber Langstreckenläuferin. Das sieht man Ihnen an. Machen Sie weiter so!“ Für den Mann wahrscheinlich nichts Besonderes. Aber mir tat das Kompliment unglaublich gut. Es bestärkte mich darin, dass ich das, was ich mache, gut mache. Also genieße jedes Kompliment, das dir begegnet, und verwende es als Motivator.

8 Gib nicht beim kleinsten Hindernis auf

ZieleOh ja, gerade hast du dich aufgerafft, willst etwas in deinem Leben grundlegend anpacken – und schon merkst du: Das ist gar nicht so leicht, wie du gedacht hast. So ist das, wenn man in einem Veränderungsprozess steckt. Die alten Muster sind vertraut, einfach, gemütlich. Die neuen nicht. Noch nicht. Aber manchmal hilft nur Zähne zusammenbeißen. Wenn ich kurz davor bin, den Kopf in den Sand zu stecken, fallen mir die Worte aus einem der Bücher von Joey Kelly ein. Er sagt sowas wie: „Es gehört bei solchen Läufen einfach dazu, dass auch mal die Zehen bluten oder man sich übergibt.“ Und ja, genau diese Worte lassen mich weitermachen. Egal, ob die neuen Laufschuhe schon die ganze Ferse aufgescheurt haben. Egal, ob vor mir mein einstiger (nicht-veganer) Lieblingskuchen steht. Egal, ob Leute hinter meinem Rücken über mich lachen. Egal. Ich bleibe konsequent. Also lass dich nicht von Kleinigkeiten von deinem Weg abbringen. Der Mensch ist stärker und zäher als du es vielleicht glauben magst.

9 Sei nicht so streng mit dir

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Also sei ein bisschen nachgiebiger mit dir. Es muss nicht immer alles 100-prozentig straight sein. Schließlich kommt es auf die Sache an sich an und weniger auf die Perfektion. Beispiel aus meinem Alltag: Ich ernähre mich vegan, soweit es eben im Alltag geht. Vor Kurzem war ich auf einem Geburtstag. Das Kuchenbuffet hielt rund zehn Leckereien bereit – keine davon vegan. Jetzt gab es genau zwei Möglichkeiten: Entweder ich setze mich zu den anderen und gucke ihnen beim Kuchenessen zu, während sie sich und vermutlich auch mich fragen, warum ich keinen Kuchen esse. Oder ich sage: Okay, Vanessa, ein Stückchen Kuchen ist drin. Wenn ich mich aber dafür entscheide, dann will ich mir deshalb nicht selbst ein schlechtes Gewissen einreden. Ich will mir nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob der Kuchen mit Butter oder Margarine gemacht wurde, und ob die Eier vom Bauern im Ort sind oder nicht. Man darf nicht so streng mit sich sein. Man muss auch mal sich selbst was durchgehen lassen.

10 Belohne dich selbst

ZieleDu hast jetzt schon tapfer auf deinem Weg zum Ziel durchgehalten? Klasse! Es ist an der Zeit, dir etwas zu gönnen. Belohne dich für deinen Ehrgeiz und dein Durchhaltevermögen. Womit du dir eine Freude bereiten kannst, weißt du selbst am besten. Ich gönne mir nach harten Wochen gern mal ein Bad. Manchmal auch ein neues Buch oder was Leckeres zum Naschen. Die Belohnung sollte jedoch nicht der Anreiz für deinen Ehrgeiz sein. Behalte dein Ziel fest im Auge und arbeite Stück für Stück daraufhin – und manchmal ist es erlaubt, sich die Durststrecke bis dahin ein bisschen zu versüßen. Toi, toi, toi und viel Spaß – ich glaube an dich!

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